Außenansicht der ehemaligen Bötzow-Brauerei Berlin nach Sanierung, rot-gelbliche Backsteinfassade
HäuserWachstum und Leben auf Bötzow

Das Bötzow-Areal

Das Bötzow-Areal liegt im Zentrum der Stadt, nur wenige hundert Meter vom Alexanderplatz entfernt, mitten in einer städtischen Wohngegend mit typischen Berliner Gründerzeitbauten. Von hier aus kann man sich bequem zu Fuß bewegen: Für den täglichen Einkauf bietet sich der große LPG-BioMarkt am nur 300 m entfernten Senefelder Platz an, hier hält auch eine der wichtigsten Berliner U-Bahnlinien: die U2. Wenn es weiter weg gehen soll, sind vom Alexanderplatz die Flughäfen und der Hauptbahnhof gut angebunden. Wer joggen will, dem liegt der Volkspark Friedrichshain zu Füßen und für Spaziergänger sind die Museen auf der Museumsinsel ein gutes Ziel.

Die Häuser 1–4 sind vollständig von Mietern bezogen, 5–7 werden Ende 2020 fertiggestellt und die Neubauten befinden sich in Planung. Neu- und Bestandsgebäude © David Chipperfield Architects

Um die Bötzow Brauerei zukünftig zu einem öffentlichen Ort zu machen, wird das Gelände an mehreren Stellen mit der übrigen Stadt verbunden. Die neuen Eingänge sind gleichzeitig auch die Adressen der neuen Nutzungen. Erschließung © David Chipperfield Architects.

Im Januar 2018 bezog Ottobock Human Mobility Haus 3. Das historisch nachvollziehbare Gebäudeinnere mit Werkstattcharakter ist das neue Zuhause der Produktentwickler des Human Mobility Teams von Ottobock. Hier konzipieren sie im Erdgeschoss neue smarte Rollstühle, maßgeschneidert und in einer offenen und kommunikativen Werkstatt. Im 1. Obergeschoss sind die Produktmanager angesiedelt – ganz nah am Entwicklungsprozess. Zu den Besonderheiten des Hauses zählt ein langer Gang im 2. Untergeschoss, welcher als Teststrecke für neue Modelle genutzt wird.

Halle der Ottobock Human Mobility, Arbeitsplätze, Rollstühle
© Copyright vitra – Fotograf Eduardo Perez
Weiße Skulptur mit Beinprothese auf einer Bank vor bläulichem Hintergrund mit Leuchtschrift "Ottobock"
© Christoph Neumann

Seit August 2018 belebt Ottobock die Häuser 1–4. Das global agierende Medtechunternehmen Ottobock weitet somit seine Präsenz in Berlin aus. Ziel ist es, Zukunftsthemen wie die Digitalisierung der Orthopädietechnik voranzutreiben und entsprechende Talente und Kreative für das Familienunternehmen zu gewinnen. Somit haben aktuell Digitales Marketing und Unternehmenskommunikation und die Forscher und Entwickler des Ottobock Future Labs ihre Spaces für Ideen im denkmalgeschützten Ensemble der ehemaligen Bötzow-Brauerei. Gemeinsamer Nachbar ist das Start-up Matterway im Haus 4. Das junge Softwareunternehmen entwickelt in den denkmalgeschützten Büroflächen eine intelligente Software-Applikation, die den Arbeitsalltag von Unternehmen produktiver macht.

Die einzelnen denkmalgeschützten Häuser sind durch einen Innenhof miteinander verbunden – gestaltet vom belgischen Gartenarchitekt Peter Wirtz. Der Hof dient nicht nur den Mitarbeitern und Besuchern des Geländes als Ort der Ruhe, sondern bietet auch den Patienten die Möglichkeit, wieder erste Schritte in geschützter Atmosphäre zu machen. Der zu Therapiezwecken angelegte Garten bildet mit seinen unterschiedlichen Bodenstrukturen aus Gras, Kies und Pflasterstein sowie kleinen Steigungen eine optimale Trainingsfläche.

Patientengarten auf dem Gelände Bötzow Berlin
© Bernd Blumrich
Außenansicht Gebäude Sartorius auf dem Bötzow-Areal
© David Chipperfield

Mit dem Life-Science-Unternehmen Sartorius gewinnt die Bötzow Berlin GmbH & Co. KG von Ottobock-Chef Professor Hans Georg Näder einen neuen Ankermieter. Die von Sartorius gemieteten Spaces befinden sich in einem der sieben historischen Häuser des Bötzow-Areals. Das im MDax und TecDax gelistete Unternehmen Sartorius wird hier Technologieentwicklung und Business-Development-Aktivitäten für innovative Life Science und biopharmazeutische Anwendungen betreiben. Im Sommer 2018 hat bereits das Sartorius Start-up LabTwin Büroflächen in Haus 2 und 3 auf Bötzow bezogen.